April - der Monat der Jazzgitarre
Ostersamstag 07.April 21 Uhr
Ostersamstag 07.April 2012

ELINA DUNI QUARTET (CH
Die Leidenschaft des Balkans
Selten war moderner Jazz so stimmungsvoll wie bei der jungen Sängerin Elina Duni. Die gebürtige Albanerin taucht die Volkslieder ihrer Herkunftsregion in zeitgenössischen Jazz höchster Güte.
Sehnsüchtige Melodien und temperamentvolle Rhythmen aus dem Balkan treffen auf eine sensible, jazzig-akustische Linienführung. Zuoberst aber steht die wendige und ergreifende Stimme von Elina Duni.
Mit ihrem Quartett hat sie ein eigenes, leidenschaftliches Genre erfunden. Ihr zweites Album «Lume, Lume» legt davon ein schillerndes Zeugnis ab.
Elina Duni hat tief im Volkslied-Fundus der Balkanländer gewühlt und sich Stücke gesucht, die ihr neues Album «Lume, Lume» (Welt, Welt) zu einer grenzüberschreitenden Schau der Balkan-Folklore
machen. Die Lieder auf «Lume, Lume» stammen aus Albanien, aus Bulgarien, der Türkei, Griechenland und Rumänien. Sie erzählen auf bewegende Weise von den grossen Themen, die uns Menschen leiten:
«Kënga e Qamiles» ist eine tieftraurige Liebesklage aus Albanien, das Titellied «Lume, Lume» thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens aus rumänischer Sicht, das türkische «Ha bu ander sevdaluk»
wiederum erzählt von der Trennung zweier Liebenden durch Migration – Liebe, Tod und Freiheit.
Elina Duni singt die Lieder in ihren ursprünglichen Sprachen. Ihre Gewandtheit in den sage und schreibe sieben Idiomen auf «Lume, Lume» ist aber nur ein Teil ihrer höchst virtuosen Schau auf dem
Album. Sie fügt den alten Melodien feinfühlig neue Kanten zu und zeigt sich so als grossartige Jazz- Sängerin, die ein riesiges Repertoire an Stimmungen beherrscht: sehnsüchtig und lieblich, aber
auch aufreizend und flammend sind ihre Interpretationen. Das wirkt nicht nur auf CD, sondern – und noch viel mehr – auch auf der Bühne, denn die 28-jährige Elina Duni ist eine begnadete
Live-Performerin.
Stärker noch als auf ihrem ersten Album «Baresha» (2008, Meta Records) zelebrieren Elina Duni und ihre drei Mitmusiker Colin Vallon, Patrice Moret und Norbert Pfammatter auf «Lume, Lume» einen
überaus kompakten Band- Sound. Hier spiegelt sich nicht nur Erfahrung und Kreativität dieser international angesehenen Instrumentalisten, es werden auch berührende Atmosphären geschaffen. Im Quartett
umtanzen sie die alten Balkan-Melodien mit akustischen Gebilden, die mal luftig-groovig, mal knorrig, mal tief geerdet sind. Mit Gefühl und natürlicher Frische folgen sie den Emotionen in den
Liedern. So entsteht moderner Jazz, der unter die Haut geht, und es entsteht Balkan-Folk, der zeitgenössischer noch nie war.
Urs Gilgen
Samstag 14.April 21 Uhr - JOSCHO STEPHAN QUARTETT
Gitarre Nr. 1
Joscho Stephan Quartett
JOSCHO STEPHAN QUARTETT
Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor
allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Dabei gelingt es ihm wie kein anderer die legendäre Musik des Gypsy
Swings neu zu interpretieren ohne seine künstlerischen Wurzeln zu verleugnen.
In seiner jungen Karriere hat er sich nach sechs CDs und einer DVD mit phantasievollen Gypsy-Swing-Versionen und Interpretationen in die internationale Spitze des Gypsy
Swing gespielt Dabei zeigt sich der Virtuose auf seiner Maccaferri-Gitarre als origineller Interpret und phantastischer Solist, der mit explosiver Dynamik, feinsten Nuancen und überraschenden
Phrasierungen seinen Ruf als origineller Neuerer des Genres festigt.
Musikergrößen vom Schlag eines Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten mit Joscho Stephan begeistert.
Zusammen mit den beiden Ausnahmegitarristen Martin Taylor und Tommy Emmanuel war er auf einer Konzertreise auf dem australischen Kontinent. Mit seinen eigenen Ensembles (Trio bis Quintett) hat
Stephan auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. In den USA konnte er auf seinen Konzerten im New Yorker Lincoln Center oder auch in Amerikas Musikhauptstadt Nashville das
begeisterte Publikum ebenso überzeugen wie in den Kultstätten des Jazz: dem New Yorker Jazzclub Birdland.
In der Presse wird der junge Musiker immer wieder begeistert gefeiert. Sein Debüt „Swinging
Strings“ wurde vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“ feiert Joscho Stephan als Gitarristen
für die Zukunft der Gypsy Jazzgitarre. Denn Joscho Stephan versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen
der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum
gleichermaßen.
BESETZUNG:
Joscho Stephan: Sologitarre
Günter Stephan: Rhythmusgitarre
Max Schaaf: Kontrabass
Sebastian Reimann: Geige
VVK 18.- + Geb.
AK 25.-
SAMSTAG 21.APRIL - 21 Uhr GURU GURU
Gitarre Nr. 2

G U R U G U R U
Doublebind Tour 2012
Wer hätte es glaubt - ausgerechnet Guru Guru sind auch nach ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum eine der beständigsten Bands der deutschen Musikszene (die Gurus gehen jetzt
ins 43. Jahr ihrer langen Bandgeschichte)! Und nachdem Mani Neumeier - der Mitbegründer des legendären Krautrock & Enfanterrible der deutschen Rockmusik - Ende 2010 seinen 70. Geburtstag gefeiert
hat, haben Guru Guru im Frühjahr 2011 das neue Album "Doublebind" (das 29. Werk) veröffentlicht! Wer allerdings gedacht hätte, dass sich der Erfinder des Underground Hit "Elektrolurch" wie viele
andere in diesem Alter zur Ruhe setzen würde, hat sich gewaltig getäuscht. Mani bleibt, der er schon immer war - ein Schlagzeuger der Extraklasse, denn von der Bühne sind Mani und seine Gurus mit
ihrer Power und Spielfreude einfach nicht wegzudenken!
Guru Guru waren nicht nur – nein – sie sind nach wie vor einmalig!
Mani Neumeier hat mit Guru Guru Musikgeschichte geschrieben!
Musiker
Mani Neumeier Drums / Percussion / Vocals …
Roland Schaeffer Guitar / Saxophon / Nadaswaram / Vocals …
Peter Kühmstedt Bass / Vocals …
Hans Reffert Guitar / Lapsteel / Vocals ...
www.guru-guru.com
VVK RESERVIX 18.- + Geb.
AK 25.- €
Gitarre NR 3, 4, 5, 6, und 7
SONNTAG 22.APRIL 20 UHR
JAZZ IM AUDI FORUM NIGHT OF JAZZ GUITARS
LARRY CORYELL/ HELMUT KAGERER/ PAULO MORELLO/ ANDREAS DOMBERT

und das PHILP CATHERINE TRIO
Gitarre Nr 8 JOHN ABERCROMBIE
SAMSTAG 28.April 21 Uhr
JOHN ABERCROMBIE/ MARC COPELAND/ DREW GRESS/ JOEY BARON

Marc Copland - piano
John Abercrombie - guitar
Drew Gress - bass
Joey Baron - drums
Marc Copland und John Abercrombie verbindet neben ihrer Freundschaft auch eine lange gemeinsame Aufnahmevergangenheit. Zuletzt nahmen die beiden für das Pirout Label ein von der Kritik hervorragend
besprochenes Album auf. Nun gehen die beiden auf Tour, diesmal im Quartet mit Bassist Drew Gress und Drummer Joey Baron.
John Abercrombie hat einen weiten Weg zurückgelegt. Am Anfang seiner Karriere spielte er in der Hochgeschwindigkeitsliga, im Laufe der Zeit wurde er leiser und weiser und forscht jetzt in seinen
Improvisationen nach Substanz fernab wohlfeiler Klischees. Er ist ein kompletter Musiker, unübertroffen mit seiner Fähigkeit, spontane Melodienlinien zu spinnen.
Mit dem Pianisten Marc Copland, dessen sparsames Klavierspiel, das Töne und Akkorde als Wegmarken setzt, den Raum absteckt und die Atempausen vorgibt, bildet Abercrombie ein kooperatives Quartet, das
uns mit seinem lyrischen Interplay-Jazz in eine Märchenwelt für Erwachsene entführt, eine Welt voller An- und Sanftmut, voller sehnsuchtstrunkener Harmonie und bittersüßer Melancholie. Musik für
unbelehrbare Romantiker.
Mit dabei haben die beiden Vollmusiker mit Joey Baron, ein vielgefragter Schlagzeuger des Szene, der häufig mit Bill Frisell, Ron Carter, Jim Hall, Lee Konitz, Steve Kuhn oder John Zorn
spielte.
Drew Gress war mit Uri Caine, Ravi Coltrane, Fred Hersch, John Hollenbeck, Dave Douglas und Mat Maneri unterwegs.
Zusammen ergibt das: Kammermusikalischer Jazz? Zeitgenössische klassische Musik? Improvisierte Kammermusik?
Von allem etwas und alles zusammen, einfach großartige Musik.
VVK 20.- + Geb.
AK 30.-€
JAZZCLUB CAVE 61
